
NL-Regierung will Leiharbeit in Fleischindustrie verbieten
Die niederländische Regierung will Leiharbeit in der Fleischindustrie verbieten. Hintergrund sind seit Jahren bekannte Vorwürfe gegen die Behandlung von Arbeitsmigranten, berichtet RTL Nieuws.
In der Fleischverarbeitung sollen ab Mitte 2028 keine Leiharbeitskräfte mehr eingesetzt werden. Beschäftigte in Schlachthöfen und Fleischbetrieben sollen dann direkt bei den Unternehmen angestellt sein. Hintergrund sind laut Regierung jahrelange Missstände. Es geht um zu niedrige Löhne, zu lange Arbeitszeiten, unsichere Arbeitsbedingungen und auch um Druck auf Beschäftigte. Ein großes Problem ist außerdem, dass Arbeit und Unterkunft oft eng miteinander verbunden sind. Wer den Job verliert, verliert häufig auch die Wohnung.
Weil die Probleme auch in unserer Grenzregion schon lange bekannt sind. Viele Arbeitsmigranten wohnen im Kreis Kleve, arbeiten aber in den Niederlanden oder in grenznahen Betrieben. Dabei ging es immer wieder um schlechte Unterkünfte und mögliche Ausbeutung. Im Kreis Kleve hat es deshalb auch bereits Razzien und große Kontrollaktionen gegeben, u.a. in Goch, Kranenburg und Emmerich.
Ob das Verbot die Lage wirklich verbessert, wird man auch im Kreis Kleve besonders genau beobachten.
Veröffentlicht: Montag, 06.07.2026 13:37