
Münster: Umweltminister beraten über Wolf-Abschuss
Wie soll mit Wölfen umgegangen werden, wenn sie häufiger für Schafrisse verantwortlich sind und vor allem, wenn sie dazu selbst hohe Schutzzäune überwinden? Darüber beraten heute (30.11.) und morgen die Umweltminister der Länder in Münster.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.11.2023 07:58
Dabei geht es auch darum, dass solche so genannten Problemwölfe schneller abgeschossen werden dürfen. Ein Vorschlag ist: Wenn ein Wolf z.B. einen Schutzzaun überwindet, darf er drei Wochen lang mit Ausnahmegenehmigung abgeschossen werden und zwar im Umkreis von einem Kilometer um die betroffene Weide. Einigen Ländern ist das laut dpa zu vage. Sie fordern Rechtssicherheit durch bundeseinheitliche Regeln - zum Beispiel durch Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes oder eine Wolfsverordnung. Die Ministerkonferenz wollen die Landwirte auch für eine Demo heute Mittag nutzen. Sie fordern unter anderem einen besseren Schutz der Weidetierhaltung vor Wolfsrissen. In NRW gibt es laut dem Umweltministerium fünf Wolfsterritorien: Dazu zählt bei uns das Gebiet rund um Schermbeck. Damit leben in NRW rund 1 Prozent des deutschlandweiten Wolfsbestands. In Niedersachsen gebe es im Vergleich dazu 55 Wolfsterritorien.