
Kleve/Malta: Glücksspielunternehmen muss Spielverlust zurückzahlen
Ein Online-Glücksspielunternehmen aus Malta muss jetzt einem Spieler einen Verlust von mehr als einer halben Million Euro zurückzahlen.
Veröffentlicht: Freitag, 15.03.2024 08:15
Das hat das Landgericht Kleve entschieden. Hintergrund: Deutsche Verbraucher hätten gar keine Verluste machen dürfen, weil der Anbieter hierzulande ohne deutsche Lizenz aktiv war. Dem Mandanten einer Anwaltskanzlei mit Sitz in Berlin-Schönefeld hat das Klever Gericht jetzt Spielverluste in Höhe von rund 546.000 Euro sowie Verzugszinsen zugesprochen. Das hat Gerichtssprecherin Judith Gottwald auf Anfrage von Antenne Niederrhein bestätigt. Ohne deutsche Glücksspiellizenz hätte das maltesische Unternehmen nie Geld von deutschen Verbrauchern annehmen dürfen. Die Berliner Kanzlei, die die Rückforderung vor dem Klever Gericht erwirkt hatte, vertritt nach eigenen Angaben bundesweit 4.000 Mandanten in ähnlichen Fällen.