
Kleve/Goch: Warnung vor neuer Arbeitsausbeutung
Im Kreis Kleve warnt der Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ vor neuen Formen der Arbeitsausbeutung.
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Nach Angaben des Vereins wurden in den benachbarten Niederlanden bisher vor allem Menschen aus Rumänien und Bulgarien als Leiharbeiter eingesetzt und im deutschen Grenzgebiet untergebracht. Inzwischen würden zunehmend Vietnamesen und Inder angeworben, sagte der Vereinschef und frühere Emmericher Pfarrer Peter Kossen der Rheinischen Post. Er berichtet von Fällen, in denen Menschen aus Asien bis zu 15.000 Euro an Vermittlungsagenturen gezahlt und nach wenigen Wochen ihre Arbeit wieder verloren hätten. Betroffen seien neben der Fleischindustrie auch Logistik, Paketdienste, Gebäudereinigung und Bau; Kossen fordert mehr Kontrollen und ein konsequenteres Vorgehen gegen Menschenhandel.