
Düsseldorf/Kleve: Streit um Abschlussbericht
Um den jetzt veröffentlichten Abschlussbericht des NRW-Untersuchungsausschusses zum Tod des unschuldig inhaftierten Syrers Amad A. gibt es Streit.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.04.2022 11:15
SPD und Grüne haben sich von dem Bericht distanziert. Darin wird die Verwechslung von Amad A. als Resultat einer Vielzahl von individuellen Fehlern von Bediensteten der mit dem Fall Amad A. befassten Behörden und Justizvollzugsanstalten gewertet. Für den Verdacht einer behördenübergreifenden ausländerfeindlichen Verschwörung und eine vorsätzliche Datenmanipulation hätten sich keine Anzeichen gefunden. Amad A. war im September 2018 bei einem Feuer in der JVA Kleve ums Leben gekommen. Er war zuvor mit einem gesuchten mutmaßlichen Straftäter verwechselt worden.