
Bocholt: Insolvenzverfahren für Gigaset eröffnet
Das Amtsgericht Münster hat das Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen der Gigaset AG mit Sitz in Bocholt eröffnet.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.01.2024 12:34
Gigaset ist nach eigenen Angaben zahlungsunfähig. Als Gründe wurden ein unerwarteter und erheblicher Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2023 sowie eine deutlich unter den Planungen liegende Geschäftsentwicklung genannt. Hinzu kämen eine anhaltend und sich zuspitzende schwache Nachfrage nach Gigaset-Produkten sowie eine Kaufzurückhaltung in Deutschland und Europa. Für Gigaset arbeiten nach eigenen Angaben rund 850 Menschen, allein 650 von ihnen am Firmensitz in Bocholt. Das Unternehmen sieht sich als Europas Marktführer für DECT-Schnurlostelefone, die aus einem Mobilteil und einer Basisstation bestehen und über Funkwellen miteinander kommunizieren. Zu den Geschäftsaktivitäten gehörten auch Smartphones auf Android-Basis, Cloud-basierte Smart Home Angebote sowie Geschäftstelefonie-Lösungen.