Nachrichten vom 25.04.2018

Kleve

Schwerbehinderter Mann nach Unfall gestorben

Nach einem schweren Verkehrsunfall heute morgen in Kleve ist ein schwerbehinderter Mann heute Vormittag seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 92-Jährige war wegen schwerster Verletzungen in eine Spezialklinik gebracht worden. Der Gocher saß gesichert in seinem Rollstuhl im hinteren Bereich eines Transporters, der von einer Frau aus Kleve gelenkt wurde. Nach Angaben der Polizei geriet die Kleverin aus noch unbekannter Ursache auf der B9 zwischen Donsbrüggen und Kleve in den Gegenverkehr. Hier stieß der Transporter frontal mit einem Pick Up zusammen, dessen Fahrer unverletzt blieb. Die Fahrerin des Transporters und ihre 79-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen. Die Unfallstelle war für etwa 90 Minuten gesperrt.
 
 

Kleve/Kamp-Lintfort

Hochschulpräsidentin bietet Rücktritt an

Die Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, Heide Naderer, hat dem Hochschulrat ihren Rücktritt angeboten. Das hat Hochschul-Sprecherin Gabriele Stegers auf Anfrage der Rheinischen Post bestätigt. Als Gründe werden hochschulinterne Querelen genannt. Naderer hatte sich bei ihrer Wahl nur knapp gegen die Gründungspräsidentin Klotz durchgesetzt, die wegen ihres Führungsstils in der Kritik stand. Naderer setzt seit ihrer Wahl auf eine Qualitätsoffensive und hat erst vor kurzem einen neuen Hochschulplan vorgelegt. Streit soll es dagegen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Präsidiums gegeben haben, heißt es.
 
 

Emmerich

Rat vertagt Entscheidung

Der Rat der Stadt Emmerich hat eine Entscheidung über seine Haltung zum geplanten Ausbau der Güterfernstrecke Emmerich-Oberhausen im Ortsteil Elten verschoben. Die meisten Ratsmitglieder folgten damit einem Antrag der SPD-Fraktion, die noch Beratungsbedarf angemeldet hatte. Jetzt soll zunächst ein Treffen von Bundestagsabgeordneten und Ratsvertretern am 12. Mai abgewartet werden. Ob sich der Rat weiterhin für die von der Bürgerinitiaitive "Rettet den Eltenberg" vorgeschlagene Alternative für den Ausbau ausspricht, hat möglicherweise drastische finanzielle Folgen für die Stadt. Laut Verwaltung würde damit insgesamt der Ausbau-Konsens für Emmerich gefährdet. Bahn wie Landesbetrieb Straßen.NRW lehnen die sogenannte Gleisbettvariante ablehnen. Auch Bundes- und Landespolitiker sehen keine Möglichkeit der Umsetzung. Unter dem Strich könnte die Stadt Emmerich auf 14 Millionen Euro sitzen bleiben.
 
 

Niederrhein:

Erneut Hilfslieferung von action medior nach Syrien

Erneut ist eine Hilfslieferung des niederrheinischen Medikamentenhilfswerks action medeor nach Syrien unterwegs. In dem Paket sind unter anderem Schmerzmittel, Antibiotika und Infusionen. Sie sind für verschiedene Krankenhäuser in der syrischen Stadt Idlib bestimmt und sollen Bürgerkriegsflüchtlingen zu gute kommen. Hier leben tausende Menschen, die wegen eines Bombenangriffs aus Ost-Ghuta geflohen sind. Action medeor plant weitere Hilfslieferungen nach Syrien, wofür dringend noch Geldspenden gebraucht werden.
 
 

Kreis Kleve

Deutlich weniger Gülle aus den Niederlanden

Zwischen 2013 und 2016 ist im Kreis Kleve der Export von Gülle aus den Niederlanden mehr als deutlich zurück gegangen. Das zeigt der aktuelle Nährstoffbericht der Landwirtschaftskammer. Ein Kammersprecher führt dies auf entsprechende Kontrollen zurück. Demnach sank die exportierte Stickstoffmenge im Klever Kreisgebiet um knapp 1.200 Tonnen auf zuletzt 726 Tonnen. Rückgänge gab es auch beim Phosphat. Auch in den Nachbarkreisen Wesel und Viersen waren die Liefermengen rückläufig, aber nicht so stark wie bei uns. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer haben sich die aus den Niederlanden kommenden Nährströme überwiegend in die Köln-Aachener Bucht verlagert.
 
 

Kleve/Hannover:

Schlag gegen organisierte Kriminalität

Der Klever Staatsanwaltschaft und dem Zollfahndungsamt Hannover ist gemeinsam ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Dabei wurden ein Deutscher und ein Chinese festgenommen. Sie werden verdächtigt, Hunderte Container mit Textilien aus China über Hamburg und Rotterdam eingeführt zu haben, ohne Zoll und Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen. Durch falsche Angaben über den Warenwert der eingeführten Textilien seien Abgaben in Millionenhöhe hinterzogen worden. Die Tatverdächtigen hätten eine Vielzahl von Briefkastenfirmen in Deutschland, Polen, China und Hong Kong installiert, um die tatsächlichen Versender und Empfänger und zusätzlich die tatsächlich gezahlten Einkaufspreise zu verschleiern, heißt es.
 
 

Rees

Infos zum Betrugsphänomen Enkeltrick

Zu Betrugsmaschen wie Enkeltrick und falsche Polizeibeamte wird es heute Nachmittag (25.4./16 Uhr) eine Informationsveranstaltung im Reeser Bürgerhaus geben. Senioren und deren Familienangehörige sollen sensibilisiert werden, um Betrugsversuche künftig schneller erkennen zu können. Ein Experte der Kreis Klever Polizei wird ihnen dazu Tipps und Möglichkeiten der Vorbeugung für den Alltag an die Hand geben. Die Veranstaltung geht auf eine Initiative des Reeser Seniorenbeirats zurück. Kreisweit wurden der Polizei in den letzten beiden Jahren 145 solcher Betrugesfälle angezeigt. Der finanzielle Schaden liegt bei 664.000 Euro.


 
 

Kreis Kleve

6,5 Millionen Euro Bundesmittel

Seit Herbst 2015 sind fast 6,5 Millionen Euro Fördermittel allein aus den Töpfen der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Bildung und Forschung in den Kreis Kleve geflossen. Das hat die Kreis Klever SPD-undestagsabgeordnete Barbara Hendricks bekannt gegeben. Hendricks bezieht sich dabei auf neueste Übersichtsdaten aus beiden Ministerien. Empfänger waren demnach u.a. die Hochschule Rhein-Waal, mittelständische Unternehmen sowie Einzelpersonen, die den Umweltbonus beim Erwerb eines Elektro-Fahrzeugs in Anspruch genommen hätten, so Hendricks. Dies mache deutlich, dass die begehrten Fördermittel aus dem Bundeshaushalt direkt bei den Menschen ankämen. Einige der Vorhaben seien noch nicht abgeschlossen. Förderungen, die vor Herbst 2015 begonnen hätten und teilweise nach wie vor laufen würden, seien in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt.
 
 

Rees

Vater wegen Kindesmissbrauchs verurteilt

Wegen Missbrauchs seiner Tochter muss ein Vater aus Rees für mehr als sieben Jahre ins Gefängnis und ein Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 Euro zahlen. Das Urteil hat das Klever Landgericht gestern gesprochen. Der Mann hatte sich demnach über acht Jahre mindestens 22 Mal an seiner minderjährigen Tochter vergangen. Angefangen hatten die Misshandlungen, als das Mädchen vier Jahre alt war. Der Vater hatte mitunter Fotos und Videos von den Misshandlungen gemacht, die in dem Verfahren als Beweismittel aufgeführt wurden. Im Laufe des Verfahrens hatte der Vater die Ansicht vertreten, dass er eine einvernehmliche Liebesbeziehung mit seiner Tochter geführt habe.
 
 
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