Fitnesstrend aus Schweden

Plogging – der Name setzt sich aus dem schwedischen Wort für Sammeln beziehungsweise Aufräumen („plocka“) und dem weltweiten Begriff fürs Laufen („Jogging“) zusammen und vereint das Umwelt- mit einem Gesundheitsbewusstsein seiner Anhänger. Ausgerüstet mit einer Tüte und Handschuhen zum Einsammeln des Mülls sind in Schweden bereits zahlreiche Plogger unterwegs und berichten auf sozialen Medien von ihrer neuen Sammelleidenschaft. Auf Apps wie „Lifesum“ oder „Instagram“ halten sie ihre Routen und ihre Müllerfolge fest. Auch auf Facebook organisieren sich regional erste Gruppen. Dabei gehen den Ploggern nicht selten auch außergewöhnliche Funde ins Netz wie Schuhe, Tastaturen oder Musik-CDs.

Zusätzlicher Trainingseffekt
Das Aufheben des Mülls hat dabei einen zusätzlichen Trainingseffekt. Nicht selten berichten Plogger von einem Muskelkater im Rumpf- und Gesäßbereich und mehr verbrauchten Kalorien im Gegensatz zur normalen Laufrunde ohne ploggen. Durch das mehrmalige Abstoppen ergibt sich zudem eine Art Intervalltraining. Viele Plogger nutzen die Zwangspause an einem Müllfundort außerdem für zusätzliche Bewegung wie Burpees oder Liegestütze. Zudem wird der Müllsack immer schwerer und trainiert die Arme.

Fangemeinde in Deutschland wächst
In Deutschland ist der neue Trend gerade erst angekommen. Während weltweit die Ploggergruppen schon seit Monaten vor allem an Stränden und in Wäldern unterwegs sind, kommt Plogging in Deutschland erst langsam in Mode. Von größeren Ploggingaktionen in Großstädten wie Köln oder Hamburg wird im Netz bereits berichtet. Kleinere Städte und Kreise ziehen langsam nach.
 
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