Nachrichten vom 02.12.2016

Düsseldorf/Kleve

Aus für Strauss Innovation

Die seit Jahren kriselnde Warenhauskette Strauss Innovation mit ihren rund 670 Beschäftigten ist am Ende. Der Insolvenzverwalter hat heute die Belegschaft informiert, dass trotz aller Bemühungen kein Investor gefunden werden konnte. Deshalb werde der Geschäftsbetrieb stufenweise eingestellt. Strauss Innovation beginne mit dem Ausverkauf. Bis spätestens Ende Februar sollen die 57 Filialen, darunter Kleve, und die Verwaltung geschlossen werden. Strauss hatte Ende September Insolvenzantrag gestellt, es war bereits der dritte Insolvenzantrag seit 2014.
 
 

Kreis Kleve/Geldern

Anrufer gab sich als Gerichtsvollzieher aus

Die Polizei im Kreis Kleve warnt nach wie vor vor unbekannten Anrufern. Hintergrund ist ein Fall in Geldern. Bereits am vergangenen Dienstag hatte sich per Telefon ein Mann bei einer 68-jährigen Frau gemeldet und sich als Gerichtsvollzieher ausgegeben. Der angebliche Gerichtsvollzieher behauptete, die Frau habe an einem Gewinnspiel teilgenommen und habe jetzt Geldschulden. Bei einem zweiten Anruf teilte er der 68-Jährigen mit, dass die Angelegenheit nach einer Überweisung von 200 Euro vom Tisch sei. Die 68-Jährige beendete daraufhin das Gespräch und informierte die Polizei. Der Täter rief allerdings weiterhin mehrmals an und drohte sogar eine Durchsuchung mit der Polizei an. Gegen den unbekannten Anrufer wurde ein Strafverfahren wegen versuchten Betruges und Amtsanmaßung eingeleitet.
 
 

Niederrhein

Rees für Krematorium - Xanten dagegen

In Rees steht dem Bau eines Krematoriums so gut wie nichts mehr im Wege. Der Bauausschuss hat jetzt einstimmig für die Pläne gestimmt. Damit gilt die Zustimmung auch im Rat als sicher. Der Neubau ist für den Bereich B67/Grüttweg geplant. Die Bauarbeiten für das erste Krematorium im Kreis Kleve könnten bereits im nächsten Frühjahr beginnen. Kein Krematorium gibt es dagegen in Xanten. Dort hat der Hauptausschuss gegen den Verkauf eines vorgesehenen Grundstücks gestimmt, nachdem sich Widerstand gegen das Krematorium formiert hatte. Eine Bürgerbewegung spricht unter anderem von so wörtlich "Leichentourismus".
 
 

Emmerich

Neue Gebühren für die Bürger

Ab 2017 müssen sich die Bürger in Emmerich auf neue Gebühren einstellen. Dabei gibt es offenbar erhebliche Schwankungen. Das Abwasser wird teurer, die Müllabfuhr hingegen billiger. Auch die Friedhofsgebühren sollen sinken. Stabil bleiben die Gebühren für die Straßenreinigung. Beim Abwasser steht eine Erhöhung von 10 Prozent ins Haus. Beim Müll zahlen die Bürger gut 7 Prozent weniger für die Entsorgung von Restmüll und Sperrgut.
 
 

Kleve/Moers

57-jähriger Mann wegen Drogenschmuggel verurteilt

Das Landgericht Kleve hat einen 57-Jährigen Moerser wegen Drogenschmuggels zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Spediteur war gerade erst aus der Haft entlassen worden, als er mit neun Kilogramm Marihuana erwischt wurde. Ein ehemaliger Mithäftling hatte der Polizei einen Tipp gegeben. Als Tatmotiv gab der Mann Schulden an.
 
 

Goch

BOSS-Druckerei muss schließen

Die Traditionsdruckerei BOSS in Goch muss zum Jahresende endgültig schließen. Das Insolvenzverfahren ist gescheitert, berichtet heute die Rheinische Post. 64 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Darunter sind auch 20 geringfügig Beschäftigte. Ein Jahr haben Unternehmen und Insolvenzverwalter vergeblich gegen die drohende Pleite gekämpft. BOSS genießt in der Branche einen hervorragenden Ruf und wird mit Auszeichnungen überhäuft. Noch im November hatte das Unternehmen den bundesweiten Preis "Buchdrucker des Jahres 2016" bekommen.
 
 

Kreis Kleve

Weniger Bürokratie bei Saison-Kurzarbeitergeld

Mit Blick auf das Schlechtwettergeld für die Beschäftigten in den Baubetrieben ist eine wichtige bürokratische Hürde weggefallen. Nach Angaben der IG Bau Duisburg-Niederrhein müssen die Betriebe der Agentur für Arbeit ab sofort nur noch mitteilen, wer wie lange gearbeitet hat. Wenn Aufträge wegen des Winterwetters nicht mehr erledigt werden könnten, reiche es jetzt, die Arbeitsagentur nachträglich zu informieren. Im Kreis Kleve gibt es aktuell 440 Baubetriebe. Sie können bei widrigen Wetterbedingungen ihren Mitarbeitern den Gang zum Arbeitsamt ersparen, wenn sie Saison-Kurzarbeitergeld beantragen.
 
 

Kreis

Baugenehmigungen etwas rückläufig

Die Zahl der Baugenehmigungen im Kreis Kleve ist weiter rückläufig. Das belegen aktuelle Zahlen des Landesamtes für Statistik für die ersten neun Monate dieses Jahres. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in unserer Region demnach rund 1 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt. Für das Minus sorgen vor allem weniger neue Mehrfamilienhäuser und weniger Wohnungen in neuen Wohngebäuden. Stark zugenommen hat dagegen die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser. Landesweit gab es bislang deutlich mehr Baugenehmigungen für Wohnungen.
 
 

Kreis Kleve

Auffällig viele Krätzefälle

Im Kreis Kleve gibt es aktuell auffällig viele Krätzefälle. Das hat die Kreisverwaltung auf Anfrage von Antenne Niederrhein bestätigt. Demnach tritt diese bei uns eher seltene Hautkrankheit verstärkt in Gemeinschaftsunterkünften jeder Art auf. Krätze wird von winzigen Parasiten ausgelöst. Diese Krätzmilben werden bei Hautkontakt übertragen, graben sich in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Dadurch wird ein starker Juckreiz ausgelöst, der zum Kratzen verleitet. Krätze ist hochansteckend und muss sofort behandelt werden.
 
 

Kreis/NRW

Projekt der HSRW wird gefördert

Das Land NRW fördert ein Projekt der Hochschule Rhein-Waal im Bereich Moderne Mensch-Maschine-Schnittstelle. Es gehört damit zu elf ausgewählten Projekten, die innovative Ideen für die Informations- und Kommunikationstechnologie entwickeln. Diese werden mit dem so genannten "Leitmarktwettbewerb IKT.NRW gefördert. Insgesamt werden hier 14 Millionen Euro verteilt. Gefördert werden Entwicklungen, die u.a. den Industriestandort sichern, für mehr IT-Sicherheit sorgen oder zur Mobilität beitragen.
 
 
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  • 17:30h (2.12.2016)